Arbeit
Thüringen braucht dich
Kampagnenstart 1. Mai/Neue Berufsperspektiven für junge Thüringerinnen und Thüringer
Mit der Initiative „Thüringen braucht dich.“ wollen Thüringer Wirtschaftsministerium und Bundesagentur für Arbeit mit Unterstützung der Kammern, Verbände und Gewerkschaften in den kommenden Monaten gezielt junge Thüringerinnen und Thüringer ohne Berufsabschluss für eine Aus- oder Weiterbildung gewinnen. Im Freistaat haben rund 20 000 Menschen unter 35 Jahren keine abgeschlossene Ausbildung, die Hälfte von ihnen ist arbeitslos.
mehr„Leiharbeit wird missbraucht, um Löhne zu drücken“
Interview mit DGB-Chef Michael Sommer über Leiharbeit und Lohnangleichung zwischen Ost und West
Die Leiharbeit ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Wie gravierend ist das Problem?
Michael Sommer: Die Zahl der Leiharbeitnehmer liegt bei rund einer Million. Leiharbeit war ursprünglich gedacht als Instrument, um Produktionsspitzen in den Unternehmen abzufangen. Stattdessen wird die Leiharbeit von Arbeitgebern systematisch missbraucht, um Löhne zu drücken und Tarifverträge zu umgehen. Leiharbeiter verdienen für die gleiche Arbeit bis zu 40 Prozent weniger als die Stammbelegschaft. Das ist nicht hinnehmbar. Die Politik hat hier den Arbeitgebern ein Schlupfloch geöffnet, das wieder geschlossen werden muss.
mehrThüringen braucht Wandel hin zu guter Arbeit
280 Betriebs- und Personalräte in Erfurt/Machnig präsentiert DGB-Index Gute Arbeit für Thüringen
Beschäftigte in Thüringen sind überdurchschnittlich leistungsbereit und motiviert. Gleichzeitig wird ihr Einsatz zu wenig honoriert: Es fehlt an fairen Einkommen, Qualifizierungschancen, betrieblichen Sozialleistungen und Mitbestimmung. Die Folge: eine hohe Abwanderungsbereitschaft gerade bei jungen Leuten. Das sind zentrale Ergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit für Thüringen, den Arbeitsminister Matthias Machnig im März anlässlich der Betriebs- und Personalrätekonferenz vorstellte. Rund 280 Betriebs- und Personalräte waren auf Einladung des Thüringer Wirtschaftsministeriums nach Erfurt gekommen, um u. a. mit Dietmar Hexel, DGB-Vorstandsmitglied, Stefan Körzell, DGB-Chef Hessen-Thüringen, und Prof. Uta Meier-Gräwe, Universität Gießen, über „Gute Arbeit und Mitbestimmung“ zu diskutieren.
mehrWirtschaft
Thüringen auf der Überholspur
Freistaat liegt auf Rang 3 hinter Baden-Württemberg und dem Saarland
Die Thüringer Wirtschaft ist im Jahr 2011 um 3,4 Prozent gewachsen. Damit rückt Thüringen auf Rang 3 hinter Baden-Württemberg und das Saarland. Erstmals seit 2006 liegt das Wirtschaftswachstum im Freistaat wieder über dem Schnitt Westdeutschlands. „Beim Wirtschaftswachstum spielt Thüringen in der ersten Liga“, stellt Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig fest.
mehrZalando erweitert in Erfurt
Größter Schuhschrank Deutschlands baut zwei weitere Hallen im GVZ / 70 Mio. Euro werden investiert
Von der Ansiedlung zur Erweiterung: Zalando, der junge Online-Händler für Schuhe, Mode und Sportartikel, wird sein hochmodernes Logistikzentrum um zwei Hallen erweitern. Die erste Halle, mit der Zalando sich in Erfurt niederlässt, wird Mitte des Jahres den Betrieb aufnehmen. Parallel zum Start wird der Online-Händler gleich zwei weitere Hallen bauen. Die Investition für die Erweiterung wird bei rund 70 Mio. Euro liegen. „Die schnelle Entscheidung für die Erweiterung stärkt Thüringen als modernen Logistikstandort“, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig. Der Freistaat könne in diesem Bereich seine Standortvorteile wie zentrale Lage und moderne Infrastruktur voll ausspielen.
mehrNeue Kontakte mit Russland
Wirtschaftsminister Machnig traf mit Thüringer Delegation Vertreter von VW, MAN und Continental
An der Spitze einer 20-köpfigen Wirtschaftsdelegation reiste der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig im März nach Russland, um sich mit Unternehmensvertretern aus der Automobilbranche zu treffen. In Moskau und Kaluga standen Gespräche mit dem Generaldirektor der VW Group Russland, Marcus Osegowitsch, und mit weiteren hochrangigen Vertretern von MAN, Scania und Continental auf der Tagesordnung. Machnig: „Russland ist für Thüringer Automobil-Unternehmen ein wichtiger Handelspartner. Neue Kontakte und Kooperationen können das Wachstum der Thüringer Unternehmen unterstützen.“
mehrEnergie
Ein Jahr nach Fukushima
Thüringen vollzieht die Energiewende
Von Dr. Martin Gude, Abteilungsleiter Energie und Technologie im Thüringer Wirtschaftsministerium
Auch wenn die Energiewende einen langen historischen Schatten wirft: Den endgültigen Impuls brachte erst die Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011. In breitem Konsens wurde ein neuer Energiefahrplan für Thüringen eingeleitet. Basis dafür war das Strategiepapier „Neue Energie für Thüringen“, das vom Wirtschaftsministerium erarbeitet wurde.
mehrMachnig für Local-Content-Regelung bei Solarförderung
Minister kritisiert „Abbruchkonzept“ für deutsche Solarindustrie
Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat die geplanten Kürzungen der Solarförderung durch die Bundesregierung scharf kritisiert. Die Änderungen seien ein „Abbruchkonzept“, sagte Machnig am 29. März in seiner Rede im Deutschen Bundestag. Bereits ab April soll die Einspeisevergütung für Solarstrom um 20 bis 32 Prozent gesenkt werden, ab Mai sind weitere Einschnitte von einem Prozent pro Monat geplant. Ab November können die Kürzungen je nach Entwicklung der Branche mehr oder weniger als ein Prozent betragen.
mehrTourismus
„Ein erfolgreicher ‚Weimarer Sommer‘ kann den Charakter einer Saison bekommen“
Interview mit Prof. Dr. Christoph Stölzl, Präsident der Hochschule für Musik Franz Liszt, über Weimar im Sommer
Mit dem „Weimarer Sommer“ sollen wichtige Veranstaltungen aus der Kulturhauptstadt Thüringens unter einem gemeinsamen Dach touristisch vermarktet werden. Sie sind gewissermaßen der „Spiritus Rector“ dieses Konzepts. Was versprechen Sie sich davon?
Prof. Dr. Christoph Stölzl: Weimar im Sommer ist eine überwältigend attraktive Stadtgestalt, deren Aura durchaus mit der anderer urbaner Kostbarkeiten wie etwa Salzburg verglichen werden kann. Auch schon das bisherige Kulturprogramm während des Juli und August – von den Meisterkursen über die Bauhaus-Sommeruniversität bis zum Kunstfest Pelerinages – war von hohem Niveau. Dass das Bewusstsein davon und damit auch der Entschluss, einmal nach Weimar zu fahren, eine breitere Öffentlichkeit erreicht als bisher, ist das Ziel des „Weimarer Sommers“.
mehr„Weimarer Sommer“ stärkt Kulturtourismus
Alle Sommerveranstaltungen werden unter einem Dach vermarktet
Auf Initiative des Wirtschaftsministeriums werden unter dem Titel „Weimarer Sommer“ mehrere Veranstaltungen, die im Juli und August in der Klassikstadt stattfinden, gemeinsam vermarktet. Alle Veranstaltungen unter einem Dach: Damit kann die Thüringer Kulturmetropole überregional besser punkten. Und umgekehrt gilt: Ein kompaktes und interessantes Programm stärkt den Städte- und Kulturtourismus. „Weimar ist Thüringens Kulturhauptstadt, und damit wollen wir werben“, so Wirtschaftsminister Matthias Machnig. Deshalb fördert das Wirtschaftsministerium die Vermarktung des Weimarer Sommers mit rund einer Million Euro.
mehrIm Land der Burgen, Schlösser und Denkmäler
Wartburg, Friedenstein, Heidecksburg: Kulturtourismus nach Thüringen steht hoch im Kurs
Der Kulturtourismus spielt in Thüringen eine zentrale Rolle. Das Land bietet seinen Gästen eine Vielfalt an kulturellen Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen. Da sind die Klassikstadt Weimar, die Erfurter Altstadt mit ihrem Domberg, das Schloss Heidecksburg in Rudolstadt und das Schloss Friedenstein in Gotha, die größte frühbarocke Schlossanlage Deutschlands. Da sind die gut 300 Burgen und Schlösser, die zahlreichen Herren- und Gutshäuser, die als Bau- und Kunstdenkmäler im Denkmalbuch des Freistaats Thüringen aufgelistet sind. Und da ist die legendäre und von Gästen aus aller Welt besuchte Wartburg in Eisenach. Überall in Thüringen stolpert man über Geschichte und Tradition.
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Liebe Leserinnen, liebe Leser!
Am 1. Mai haben wir unsere Initiative „Thüringen braucht dich.“ gestartet. Gemeinsam mit Wirtschaft, Gewerkschaften und Arbeitsagentur wollen wir jungen Thüringerinnen und Thüringern bis 35 Jahre eine Chance bieten, beruflich weiterzukommen. Wer länger ohne Job ist oder wer sich weiterqualifizieren will, kann sich sofort melden. Die Abwanderung beklagen, ist das eine. Etwas dagegen tun, das andere. Wer junge Thüringerinnen und Thüringer halten will, muss ein Klima schaffen, das deutlich macht: In Thüringen gibt es gute Jobs. Ihr werdet hier gebraucht. Hier könnt ihr euch entwickeln. Eine zentrale Botschaft des DGB-Index Gute Arbeit für Thüringen, den ich im März vorgestellt habe, ist, dass die Beschäftigten hier leistungsbereit sind, sich ihrem Job und ihrem Betrieb sehr verbunden fühlen. Dass es aber an Anerkennung ihrer Leistung mangelt. Unfaire Löhne, zu wenig Qualifizierungschancen, fehlende Sozialleistungen – das waren die großen Kritikpunkte.
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Tourismus
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