„Thüringen braucht Dich – Ausbildung jetzt!“

Bildquelle: LULINE, photocase.com

Aktionsprogramm für eine berufliche Perspektive

Die demographische Herausforderung der Thüringer Wirtschaft ist vorgezeichnet: Bis 2030 wird Thüringen voraussichtlich ein Drittel seines Erwerbspersonenpotenzials verlieren. Die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte verringert sich dabei deutlich stärker als die Bevölkerung insgesamt (zwischen 15 und 20 Prozent). Die Fachkräftestudie 2008 des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie prognostiziert bis zum Jahr 2015 eine Nachfrage nach 80 000 neuen Fachkräften. Die Zahl der Abgänger allgemeinbildender Schulen hat sich aber seit 2003 mehr als halbiert. In den kommenden drei Schuljahren ist jeweils mit ungefähr 15 000 Schulabgängern zu rechnen.

Die demographische Herausforderung der Thüringer Wirtschaft ist vorgezeichnet: Bis 2030 wird Thüringen voraussichtlich ein Drittel seines Erwerbspersonenpotenzials verlieren. Die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte verringert sich dabei deutlich stärker als die Bevölkerung insgesamt (zwischen 15 und 20 Prozent). Die Fachkräftestudie 2008 des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie prognostiziert bis zum Jahr 2015 eine Nachfrage nach 80 000 neuen Fachkräften. Die Zahl der Abgänger allgemeinbildender Schulen hat sich aber seit 2003 mehr als halbiert. In den kommenden drei Schuljahren ist jeweils mit ungefähr 15 000 Schulabgängern zu rechnen.

Im Kontrast dazu sind in Thüringen derzeit ungefähr 3 600 junge Arbeitslose im Alter von 15 bis unter 25 Jahren registriert, die über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Das sind über ein Drittel der gemeldeten Arbeitslosen unter 25 Jahren. Darüber hinaus haben ungefähr 4 500 berufstätige Jugendliche keinen Berufsabschluss erreicht.

Gleichzeitig wandern immer noch sehr viele Jugendliche über die Landesgrenzen ab, um sich beruflich verwirklichen zu können. Im Jahr 2009 hatte Thüringen einen Wanderungsverlust von knapp über 8 000 Personen zu verzeichnen, darunter 1 900 Jugendliche unter 25 Jahren und weitere 2 900 zwischen 25 und 30 Jahren.

Im Aktionsprogramm „Fachkräftesicherung und Qualifizierung“ (Wirtschafts- und Innovationsrat, 28. Juni 2010) haben sich die Akteure der Thüringer Wirtschaft dazu verpflichtet, allen Jugendlichen eine berufliche Perspektive in Thüringen bieten zu wollen.

Die Initiative und künftige Kampagne „Thüringen braucht Dich“ willl deshalb künftig auf breiter Basis für die duale Berufsausbildung werben und dabei besonders auf die Integration schwächerer und benachteiligter Jugendlicher zielen. Ein solches Vorhaben hat ökonomische Relevanz zur Deckung des künftigen Fachkräftebedarfs in Thüringen – und es hat eine soziale Zielrichtung: Wie gehen wir mit Menschen um, die keine vermeintlichen Topleistungsträger sind?

Es gilt für die Akteure der Thüringer Wirtschaft, gemeinsam diese Jugendlichen anzusprechen, sie für eine Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung zu gewinnen, sie in Thüringen zu halten und als Fachkräfte zu qualifizieren. Auch schwächeren Jugendlichen sollen konkrete Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote für den beruflichen Einstieg unterbreitet werden. Unternehmen sollen für eine rechtzeitige Personalplanung sensibilisiert und die Jugendlichen bei ihrer Zukunftsgestaltung unterstützt werden.

Das Ministerium plant, für diese Initiative mit den Thüringer Industrie- und Handelskammern, den Thüringer Handwerkskammern, der Regionaldirektion SAT der Bundesagentur für Arbeit, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und dem Verband der Wirtschaft Thüringens eng zusammenzuarbeiten. Medienpartner werden in die Initiative eingebunden.

Voraussichtlich ab Frühjahr 2011 soll mit medialer Unterstützung und auf Aktionstagen intensiv auf die möglichen Angebote zum kommenden Ausbildungsjahr aufmerksam gemacht werden.

Publikation

Wie weiter mit der Zukunft Ost?

Die Vollendung der politischen Einheit Deutschlands liegt über 20 Jahre zurück. Die Erreichung gleichwertiger Wirtschaftskraft und Lebensverhältnisse in Ost und West ist nach wie vor eines der vordringlichen Ziele der gesamtdeutschen Politik. Nach zwei Jahrzehnten ist es Zeit für eine Zwischenbilanz und einen Blick nach vorne. Die Broschüre zieht eine Bilanz des Aufbaus Ost in den letzten 20 Jahen und zeigt noch bestehende Entwicklungsbedarfe auf. 

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