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Nicht nur Spitzensportler messen ihre Leistungen bei Wettkämpfen und Meisterschaften: Bei Berufswettbewerben stellen Nachwuchstalente aus verschiedenen Lehrberufen ihr Können unter Beweis. Ob Köche, Bauschreiner oder Netzwerktechniker – bei der Berufs-Weltmeisterschaft World Skills sind mehr als 20 Lehrberufe vertreten. Im internationalen Wettbewerb beweist sich nicht zuletzt die Qualität der dualen Berufsausbildung in Deutschland.
Die Berufswettbewerbe zeigen die Leistungsfähigkeit der dualen Berufsausbildung im internationalen Vergleich. Einen weltweiten Maßstab für die Leistungsfähigkeit der Berufsbildungssysteme liefern die vor 50 Jahren ins Leben gerufenen WorldSkills. Die Teilnehmer werden dabei zu internationalen Botschaftern für das Niveau der Berufsausbildung in Deutschland. Doch geht es bei den nationalen und internationalen Wettbewerben nicht nur um Medaillen und Ranglisten. Vielmehr entstehen wertvolle Impulse für die Berufsbildung. Dabei werden wirtschaftliche Kontakte aufgebaut und Trends für neue Entwicklungen erkannt. Im Sinne der Nachwuchssicherung können die Wettbewerbe jungen Menschen frühzeitig Chancen aufzeigen, Lust auf Leistung machen und sie zu Bestleistungen in der Ausbildung motivieren. Die Wettbewerbe bieten außerdem die einmalige Chance, sich mit Auszubildenden und Fachkräften aus aller Welt auszutauschen und damit weiterzubilden.
Ziel der Berufsweltmeisterschaften ist die ständige Aufwertung und Förderung von Aus- und Weiterbildung. In Calgary/ Kanada fanden im September 2009 die 40. WorldSkills statt. Die nächste Berufsweltmeisterschaft wird 2011 in London veranstaltet. Die Förderinitiative SkillsGermany arbeitet daran, die nationalen Berufswettbewerbe und internationalen Berufsmeisterschaften in Deutschland stärker zu verankern. Sie fördert und unterstützt nationale und internationale Berufswettbewerbe wie WorldSkills und EuroSkills.
Ein wichtiger Beitrag, um die WorldSkills auf dem neuesten technologischen Stand zu halten, war die Einrichtung einer neuen Wettbewerbsdisziplin: Bei den SkillsGermany-Berufswettbewerben maßen sich erstmals Auszubildende aus der Solarbranche. Da es bisher keinen bundeseinheitlichen Ausbildungsberuf für diese Branche gibt, traten Wettbewerbsteams mit je einem Mikrotechnologen oder einer Mikrotechnologin sowie einem Mechatroniker oder einer Mechatronikerin gegeneinander an. Die Premiere des ersten nationalen Demonstrationswettbewerbs fand bei den Deutschen Meisterschaften 2009 im Rahmen der HANNOVER MESSE 2009 statt. Die Einführung der „SolarSkills“ als offizieller Wettbewerbsdisziplin ist in Deutschland für 2010 geplant, bei den WorldSkills 2011 und bei den EuroSkills 2012.
Das TMWAT förderte die Planung und Durchführung des Demonstrationswettbewerbes vom 14. April 2008 bis 31. März 2010 bei der BWAW Thüringen gGmbH aus ESF- und Landesmitteln für den Hochtechnologieberuf Mikrotechnologe/ Solar.
Editorial
soziale Symmetrie gerade in Zeiten der Krise ist ökonomisch notwendig und gesellschaftspolitisch zwingend. Beim Sparpaket der Bundesregierung werden nicht die Verursacher, sondern vor allem die Leidtragenden der Finanz- und Wirtschaftskrise zur Verantwortung gezogen. 30,3 Milliarden Euro sollen in den kommenden vier Jahren im Bereich Arbeit und Soziales gespart werden. Gerecht geht anders. Statt die Ausgaben für die Schwächsten zu kürzen und damit den Sozialstaat in Frage zu stellen, muss es darum gehen, politisch handlungsfähig zu bleiben. Spielräume, vor allem bei den vermögensbezogenen Steuern, gibt es genug. Eine aktuelle Studie des DIW bestätigt diese Einschätzung.
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