Greentech-Workshop zum EFRE-Wettbewerbsaufruf

„Global denken – in Europa handeln“: Mehr als 100 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Forschung kamen am 10. Mai 2010 zusammen, um die Potenziale der grünen Technologien für Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen im Freistaat Thüringen zu erörtern. Zu dem Greentech-Workshop hatte das Thüringer Wirtschaftsministerium anlässlich des 3. EFRE-Wettbewerbsaufrufes für Transnationale Forschungsprojekte in die Räume der Erfurter Industrie- und Handelskammer geladen.

Wirtschaftsstaatssekretär Joachim Staschewski machte die Dimension des Zukunftsmarktes Greentech deutlich: „Das weltweite Marktvolumen grüner Technologien liegt bereits heute bei 1,4 Billionen Euro. Es ist zu erwarten, dass sich dieser Wert bis zum Jahr 2020 auf dann 3,2 Billionen Euro mehr als verdoppeln wird“, sagte der Staatssekretär. „Durch gezielte Initiativen wollen wir dazu beitragen, dass Wirtschaft und Gesellschaft in Thüringen von den Chancen dieses Marktes profitieren.“

Ein konkreter Beitrag dazu ist der 3. EFRE-Wettbewerbsaufruf für Transnationale Forschungsprojekte, der im Rahmen des Workshops erfolgte. Aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung werden in der EU-Förderperiode 2007-2013 insgesamt 9 Millionen Euro in transnationale Forschungsprojekte investiert. Welche Projekte gefördert werden, wird in mehreren Wettbewerbsverfahren entschieden. Mit dem Wettbewerbsaufruf sollen vor allem Projekte gefördert werden, in denen Thüringer Akteure gemeinsam mit Partnern aus europäischen Kooperationsregionen Produktoder Prozessinnovationen im Bereich grüner Technologien vorantreiben.

Im großen Saal der Industrie- und Handelskammer Erfurt konnte Dr. Sabine Awe zum Auftakt des Workshops zahlreiche internationale Gäste begrüßen. „Die Teilnahme der europäischen Partner am Greentech-Workshop zeigt, dass sich die forschenden Unternehmen in Thüringen immer stärker in Europa vernetzen. Gerade dieses Ziel verfolgt unsere Förderung“, sagte die Leiterin der EFRE-Verwaltungsbehörde in Thüringen.

Bereits in den beiden zurückliegenden Wettbewerben, die inhaltlich weiter gefasst waren, wurden fünf Greentech-Projekte gefördert. Zum Auftakt des 3. EFRE-Wettbewerbes bestand für die Teilnehmer in drei parallelen Workshops die Möglichkeit, Wissen und Erfahrungen zu drei grünen Leitmärkten auszutauschen: „Umweltfreundliche Energien und Energiespeicherung“, „Rohstoff- und Materialeffizienz“ sowie „Kreislaufwirtschaft – innovative Ideen für Abfallvermeidung, Abfallverwertung und umweltgerechte Entsorgung“ waren die Themen der Veranstaltungen.

www.efre-thueringen.de
www.tna-thueringen.de

 

Editorial

Liebe Thüringerinnen, liebe Thüringer,

Matthias Machnig, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie des Freistaates Thüringen
 

soziale Symmetrie gerade in Zeiten der Krise ist ökonomisch notwendig und gesellschaftspolitisch zwingend. Beim Sparpaket der Bundesregierung werden nicht die Verursacher, sondern vor allem die Leidtragenden der Finanz- und Wirtschaftskrise zur Verantwortung gezogen. 30,3 Milliarden Euro sollen in den kommenden vier Jahren im Bereich Arbeit und Soziales gespart werden. Gerecht geht anders. Statt die Ausgaben für die Schwächsten zu kürzen und damit den Sozialstaat in Frage zu stellen, muss es darum gehen, politisch handlungsfähig zu bleiben. Spielräume, vor allem bei den vermögensbezogenen Steuern, gibt es genug. Eine aktuelle Studie des DIW bestätigt diese Einschätzung.

 
 

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