Landestourismuskonzeption und Tourismus-Beirat stärken das Reiseland Thüringen

Burg Hanstein

Nur eines von vielen Reisezielen in Thüringen: die Burg Hanstein. Foto: Fotolia

 

Die Anfang des Jahres durch das TMWAT vorgelegte Studie zum Wirtschaftsfaktor Tourismus (Bericht WIR NR. 1, Seite 23) hat es bereits gezeigt: Mit einem jährlichen Bruttoumsatz von 3,2 Milliarden Euro hat der Tourismus im Freistaat Thüringen eine starke Wirtschaftskraft. Die positive Entwicklung der Übernachtungszahlen in den vergangenen Jahren zeigt, dass das Reiseland Thüringen auch weiterhin ein großes Entwicklungspotenzial hat.

Durch die konzeptionelle Neuausrichtung der Thüringer Tourismuspolitik soll die Tourismuswirtschaft im Freistaat erfolgreich weiterentwickelt werden. Um das vorhandene Potenzial besser zu nutzen, hat das Thüringer Wirtschaftsministerium eine Reihe von Maßnahmen ergriffen. Zunächst wurde zur Bestandsaufnahme eine demoskopische Befragung in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse durch tns-infratest am 26. Mai 2010 im Rahmen der konstituierenden Sitzung des Landesbeirats Tourismus präsentiert wurden. Ziel dieser Umfrage war es, herauszufinden, welches Image Thüringen bei den Bewohnern der anderen Bundesländer hat.

Die Resultate der Umfrage überraschen nicht: Thüringen wird im übrigen Bundesgebiet am ehesten mit der Bratwurst (28 Prozent) und mit dem Thüringer Wald (26 Prozent) verbunden wird. Den ehemaligen Thüringen-Slogan „Grünes Herz“ kannte noch die Hälfte der Befragten. Allerdings kann es nicht befriedigen, dass immerhin 38 Prozent der Befragten keine Sehenswürdigkeiten im Reiseland Thüringen nennen konnten und nur 11 Prozent den Freistaat als innovativ einschätzten. Auch als Sportland wird Thüringen trotz seiner regelmäßig erfolgreichen Wintersportler noch zu wenig wahrgenommen (34 Prozent).

Die Befragungsergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen Ost und West: In den neuen Bundesländern liegt Thüringen als beliebteste Region zum Leben und Arbeiten auf dem ersten Rang, in den alten Bundesländern dagegen nur auf Platz neun. Wirtschaftsminister Machnig sieht vor allem in der Einstufung Thüringens als „Wirtschaftsregion mit Zukunft“ durch 53 Prozent der Befragten eine gute Ausgangsbasis für die künftige Imageprofilierung. In dieser Einschätzung stimmen Ostdeutsche mit 53 Prozent und Westdeutsche mit 60 Prozent weitgehend überein. Damit liegt Thüringen zwar bundesweit nur auf Rang neun, unter den neuen Ländern jedoch nach Sachsen (61 Prozent) auf Rang zwei.

Gleichzeitig mit der Präsentation der Umfrageergebnisse erfolgte der Startschuss für die Erarbeitung der Thüringer Landestourismuskonzeption 2010. Hiermit wurde die renommierte dwif-Consulting GmbH aus Berlin beauftragt. Begleitet wird die Erstellung der Landestourismuskonzeption durch den ebenfalls am 26. Mai 2010 konstituierten Tourismusbeirat. Im Beirat ist geballte touristische Fachkompetenz vertreten: Die rund 30 Mitglieder setzen sich aus Vertretern des Tourismus, der kommunalen Verbände, der Industrie- und Handelskammern, des DEHOGA Thüringen, einigen Unternehmern des Beherbergungsgewerbes und selbstverständlich der Thüringer Tourismus GmbH zusammen. Die erste Aufgabe des Beirats wird es sein, die Erstellung der Landestourismuskonzeption fachlich zu begleiten. Durch dieses Zusammenwirken soll die Kommunikation zwischen dem Thüringer Wirtschaftministerium und der touristischen Basis in Thüringen intensiviert werden.

 

Editorial

Liebe Thüringerinnen, liebe Thüringer,

Matthias Machnig, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie des Freistaates Thüringen
 

soziale Symmetrie gerade in Zeiten der Krise ist ökonomisch notwendig und gesellschaftspolitisch zwingend. Beim Sparpaket der Bundesregierung werden nicht die Verursacher, sondern vor allem die Leidtragenden der Finanz- und Wirtschaftskrise zur Verantwortung gezogen. 30,3 Milliarden Euro sollen in den kommenden vier Jahren im Bereich Arbeit und Soziales gespart werden. Gerecht geht anders. Statt die Ausgaben für die Schwächsten zu kürzen und damit den Sozialstaat in Frage zu stellen, muss es darum gehen, politisch handlungsfähig zu bleiben. Spielräume, vor allem bei den vermögensbezogenen Steuern, gibt es genug. Eine aktuelle Studie des DIW bestätigt diese Einschätzung.

 
 

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